Volkssport Kegeln
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Im dunklen Hinterzimmer sitzen eng gedrängt ein Dutzend Männer, dichte Rauchschwaden hängen in der Luft. Kaltes Neonlicht hüllt die Tische in ein fahles Licht, durch die Milchglasscheiben dringt verschwommen etwas Tageslicht in den Raum. Überquellende Aschenbecher, halbvolle Biergläser und vollgekritzelte Bierdeckel säumen die abgenutzten Tische. Die Anfeuerungsrufe werden vom Knall der aufsetzenden Kugel durchbrochen, es folgt das laute Aufprallgeräusch, wenn die Kegel durch die Luft wirbeln. Driftet eine Kugel in die Auffangrinne, folgt johlendes Gefeixe der Kegelbrüder: So in etwa stellen sich viele Menschen die Kegelbahnen in Gaststätten vor. Doch weit gefehlt, insbesondere wenn es ums Sportkegeln geht.

In den vergangenen Jahren gab es einen klaren Trend. Wurden in einer Schankwirtschaft Mobiliar und Ausstattung erneuert, verschwand mit der alten Einrichtung oftmals die Kegelbahn gleich mit. Statt einen selten genutzten Raum zu heizen, optierten viele Wirte lieber für einen zusätzlichen Saal, der sich flexibler, insbesondere für größere Gesellschaften, nutzen ließ. „In Esch/Alzette gab es in einst rund 70 Cafés 23 Kegelbahnen“, erinnert sich Jean-Marc Hoffmann, Vizepräsident des Luxemburger Kegelverbandes.Mehr zum Kegelsport im neuen Télécran.
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