Elektromobilität
Stromnetz unter Spannung
„Peng!“ - und im ganzen Wohnviertel ist es zappenduster. Dabei wollten nur ein paar Autofahrer in der Straße ihr beim Autofestival gekauftes Elektrofahrzeug aufladen. Doch die Stromleitung hat schlapp gemacht. Bislang drohte dieses Szenario nicht, denn es fahren kaum Elektroautos: Zu teuer, zu wenig Reichweite, zu lange Ladezeiten. Dennoch treibt die Regierung die Dekarbonisierung weiter, weil laut EU-Klimaschutzverpflichtungen der Verkehrssektor seine Emissionen bis 2050 um 60 Prozent senken muss. Doch ohne Tankmöglichkeit keine E-Autos. Daher beschloss der Staat den Aufbau von 800 öffentlichen Ladestationen bis 2020. Inzwischen sind 400 „Chargy“ und private „Chargy-OK“-Terminals betriebsbereit, an denen 973 Megawattstunden (MWh) getankt wurden – dies entspricht dem Jahresverbrauch von 200 Haushalten. Doch was geschieht, wenn Tausende Elektroautos zeitgleich tanken wollen? Zwar legt Energieminister Claude Turmes ehrgeizige Ziele fest, doch mögliche Probleme bei der Versorgungssicherheit werden in der Öffentlichkeit bisher kaum thematisiert. Dabei schreibt der Stromnetzbetreiber Creos selbst, dass "eine vollständige Verlagerung des Energiebedarfs des Verkehrssektors von fossilen Brennstoffen auf Strom die derzeitigen Netzkapazitäten auf allen Spannungsebenen überschreiten und zu Überlastungen führen würde". Deshalb führt am flotten Ausbau der Infrastruktur und "intelligenter" Verbrauchssteuerung kein Weg vorbei. Was Elektromobilität noch so mit sich bringen könnte erfahren Sie im akutellen Télécran.
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