Nach dem Aus bei „The next Uri Geller“ Das Ende war vorprogrammiertIm Halbfinale war Schluss. David Goldrakes Ringe-Trick kam bei den Zuschauern von „The next Uri Geller“ nur mäßig an. Kein Wunder! Der Luxemburger Illusionist wurde mehr oder weniger dazu gedrängt, ein einfaches Zauberkunststück zu präsentieren. Télécran: Aus der Traum vom “Next Uri Geller“. Wie sauer sind Sie über Ihr Ausscheiden?
David Goldrake: Gleich nach der Show war ich ziemlich enttäuscht. Den Trick mit den drei Ringen musste ich nämlich in letzter Sekunde aus meiner Zauberkiste kramen. Geplant war eigentlich ein ganz anderer Mentalistentrick, der viel ausgefeilter und spektakulärer ist. Dieser dauerte den Produzenten aber zu lange und verlangten etwas Neues. Folglich wusste ich von Anfang an, dass das meine letzte Sendung sein würde. Von der "standing ovation", die ich im Studio vom Publikum bekam, war im Fernsehen allerdings nicht viel zu sehen…
Télécran: Wie geht’s nun weiter?
David Goldrake: Mittlerweile bin ich bei "Pool Position Management" unter Vertrag. Namhafte Künstler wie Hugo Egon Balder, Barbara Schöneberger und auch Uri Geller zählen zu deren Kunden. Das japanische Fernsehen hat mir eine zwölfteilige Reihe angeboten und ich hoffe, einen Vertrag mit dem Düsseldorfer "Capitol Theater" abschließen zu können. Alles in allem habe ich also die Ziele, die ich mir gesteckt hatte, vollends erreicht.
Télécran: Nervt es Sie eigentlich nicht, dass Ihre und die Tricks der anderen Kandidaten fast simultan im Internet erklärt werden?
David Goldrake: Dagegen kann man nichts machen. Das ist ja nicht neu. In den 1920er-Jahren hat Kelloggs bekannte Tricks auf den Packungen iher Müsli-Mischungen erklärt. Denn Illusionisten hat das nicht geschadet. Viele Leute lassen sich eben noch immer gerne "verzaubern", andere wollen alles erklärt und aufgedeckt haben. Dessen ungeachtet bin ich mir sicher, dass meine Kunst nie verschwinden wird.
Interview:
Francis Verquin