... der Kaffeefilter Melitta heißt

| Männer erfinden Autos, Computer oder das Bier, Frauen die Currywurst
oder den Kaffeefilter. Anno 1908 war es, irgendwann im Frühjahr, als
sich die Dresdner Hausfrau Amalie Auguste Melitta Bentz nicht mehr
länger über den unappetitlichen Kaffeesatz in ihrer Tasse ärgern
wollte, der ihr den Genuss an dem schwarzen Gebräu so sehr vermieste. |
An jenem bewussten Tag griff die resolute 35-Jährige zu Hammer und Nagel und klopfte damit Löcher in den Boden eines Messingtopfes. Auf den Boden des Topfes legte sie anschließend ein Löschblatt, häufte darauf das Kaffeepulver an und goss Wasser darüber. Der Kaffeefilter war geboren. Und weil Familie und Freundinnen von dieser ebenso einfachen wie genialen Erfindung dermaßen angetan waren, verbesserte Melitta Bentz ihre Erfindung und meldete sie im Juni 1908 beim Berliner Patentamt an. Zusammen mit ihrem Mann gründete sie die Firma M. Bentz und produzierte in einem Zimmer ihrer Wohnung Messingfilter und dazu passendes Filterpapier. Es ist die Geburtsstunde eines Unternehmens, das heute mit Frischhaltefolie, Reinigungstüchern und Beuteln aller Art weitere Haushaltshelfer im Angebot hat. Kerngeschäft aber ist immer noch der Kaffee, von der Bohne über den Kaffeefilter bis zum Kaffeevollautomaten. Melitta Bentz wäre begeistert.