
| Gut, es ist schon eine Weile her. Nach der Ermordung ihres Gatten
Heinrich IV. übernahm seine Frau Maria von Medici die Regentschaft für
ihren unmündigen Sohn Ludwig (XIII.). Zu jener Zeit hatte sie bereits
ein Landhaus am linken Seine-Ufer. Dort zog sich die Königswitwe oft
zur Entspannung zurück. Als Tochter des Großherzogs der Toskana liebte
Maria das italienische Flair.
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Aus diesem Grunde entschloss sie sich
1615 das weitläufige Anwesen umzubauen. Ganz nach dem Vorbild des Palazzo Pitti, dem Medici-Palast in Florenz, sollte eine neue Residenz entstehen. Leider schaffte es der Architekt Salomon de Brosse nicht ganz, den Wünschen seiner Auftraggeberin gerecht zu werden. So präsentierte er der Königin 1620 einen Palast im französischen Barock-Stil. Der Königin gefiel das Werk trotz der kleinen Panne. Zu Ehren des ehemaligen Besitzers, dem Herzog François de Piney-Luxembourg (einer französischen Seitenlinie des ehemaligen Hauses Luxemburg), taufte sie ihre neue Residenz auf den Namen „Grand Luxembourg“. Daraus entstand dann der Name „Jardin du Luxembourg“ für den Schlossgarten, der nach der Französischen Revolution der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.