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... Streichhölzer „Fixfeier“ heißen


Neue Errungenschaften brauchen neue Namen. Bereits unsere Urahnen waren sehr einfallsreich, wenn es darum ging, neue Gebrauchsgegenstände mit passenden Bezeichnungen zu versehen. Bestes Beispiel hierfür sind unser „Fixspoun“ und unser „Fixfeier“.
Um 1830 herum taucht dieser Begriff erstmals  in Luxemburg auf, zusammen mit den Zündhölzern, die der englische Apotheker John Walker 1826 erfunden hat und die fortan in ständig verbesserter Form ihren Siegeszug durch Europa antreten und Feuerstein wie Zunder verdrängen. An Mosel und Saar heißen die kleinen Holzstäbchen mit der entzündbaren Masse an einem ihrer Enden fortan „Fixfeuer“ oder in der luxemburgischen Variante “Fixfeier“. Namensgeber dürften die ersten Verkäufer gewesen sein, die auf diese Weise ihre Ware als „fixes Feuer“, als schnelles, ausgezeichnetes Feuer anpriesen. Das neue Wort war so griffig, dass es bis heute diesseits wie jenseits der Mosel in der Alltagssprache der Menschen überlebt hat und sogar im Duden als regionales Synonym für Streichhölzer aufgeführt wird. Im Atlas der deutschen Alltagssprache nimmt es gar eine Sonderstelle ein. Wen wundert’s, heißt es doch in Saarbrigger Platt: „Die beschde Zigarette nutze nix, wenn ma kenn Fixfeier hat.“ Eine grenzüberschreitende Wahrheit ... aber keine Aufforderung zum Rauchen.






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