
| Sekt, Crémant oder Champagner. Im Grunde genommen ist in der Flasche nichts anderes als Wein – ergänzt um eine einzige Zutat: die Kohlensäure. Die gelangt in den Sekt, indem man den ihm zu Grunde liegenden Weinen Hefe zusetzt. Die Hefe entzieht dem Wein den Zucker, es entstehen Alkohol und Kohlensäure. Und das nicht zu knapp: In einer verschlossenen Sektflasche herrschen bis zu fünf Bar Innendruck – doppelt so viel wie bei einem Autoreifen.
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Der Korken soll verhindern, dass die Kohlensäure aus der Flasche entweicht und der Sekt schal wird. Gleichzeitig muss er besagte fünf Bar Innendruck standhalten. Darum
bekommt der Korken noch Verstärkung von einem Drahtbügel, der um den
Flaschenhals herum fixiert wird – der Agraffe. Um die Gasdichtigkeit zu garantieren und um zu verhindern, dass der
Korken nach Lösen der Agraffe sofort aus der Flasche katapultiert wird,
haben Sektkorken einen wesentlich stärkeren Durchmesser als Weinkorken.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die konische Form: Der Korken
wird nach unten breiter, auch das macht ihn standhafter gegenüber dem
Druck, den die Kohlensäure im Sekt auf ihn ausübt.
Patrick Muller