TV-Guide   Kontakt Abonnement Links  
Home > Artikel > Warum ... > ... es die Braderie gibt? >
Magazin
telecran aktuel
 Cinécran  De Lëtzebuerger Comic  Das Télécran-Rezept  Warum ...  Mettys Flimmerkiste  Gewinnspiele/Auflösungen  Radio  Weine/Vins
  Warum ...
... es die Braderie gibt?


 Die Geschichte beginnt mit einem Ärgernis: Dass immer mehr Händler und „ausländische Kramläden“ ihnen auf der „Schueberfouer“ Konkurrenz machen, erregt Anfang des 20. Jahrhunderts zusehends die Gemüter der hauptstädtischen Geschäftsleute. Ihr Versuch, die lästigen Wettbewerber zu verdrängen, schlägt fehl. Eine neue Geschäftsidee muss her. Diese findet sich im lothringischen Metz, wo 1928 erstmals eine Braderie nach nordfranzösischem Vorbild stattfindet. In Lille, der „Mutterstadt“ des Straßenverkaufs, bei dem Waren zu Schleuderpreisen unters Volk gebracht werden, blickte man da schon auf eine mehrere hundert Jahre alte Tradition zurück.

Das Wort „Braderie“ soll sich vom flämischen „braden“ (braten) ableiten, eine Anspielung auf die gebratenen Speisen, mit denen sich die Kauflustigen zwischendurch stärken konnten. Andere vermuten das spanische „barato“ (nicht teuer) am Ursprung des Wortes. Am 2. September 1929, anlässlich der ersten „Stater Braderie“, wird in Luxemburg erstmals zur Schnäppchen-Jagd geblasen. 1930 ziehen Esch/Alzette und Differdingen nach, Düdelingen folgt 1933. Seither wird in großen und kleineren Geschäftsorten „braddéiert“ und „gebraddert“ oder „gebraddelt“, wie die Luxemburger ihre „Beutezüge“ an den Wühltischen scherzhaft nennen.

Anne Schmit

zurück zur Übersicht





Zur Sicherheits zwecken tragen Sie den unten bestehenden Code in das Kästchen ein




Wenn Sie den Code nicht lesen könnnen, klicken Sie hier um einen neuen Code zu erstellen.

  Suche
   
  Fotogalerie
  Film der Woche

Diese Woche :
  Albert Nobbs
Die letzten Quoten
  Ihre Meinung 
echmengendatt
@
telecran.lu


Ihr Leserbrief an die Redaktion


© saint-paul luxembourg | Created by eleven