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 Freibäder haben in diesen hochsommerlichen Tagen Konjunktur. Bei 30 Grad und mehr übt das kühle Nass magische Anziehungskraft auf Groß und Klein aus. Schon die alten Griechen kannten Schwimmbäder. Die antike Badekultur haben die Römer dann weiterentwickelt. Allerdings erfrischten sie sich noch nicht unter freiem Himmel.

Dieser Trend entwickelte sich erst Ende des 18. Jahrhunderts, als in England die ersten Seebäder eröffneten. Bald folgten die Freibäder, die anfangs ihre Becken mit Flusswasser füllten. In Luxemburg kommt das Schwimmen Mitte des 19. Jahrhunderts in Mode. Die „Zaldoteschwemm“ im Bisserwee im Grund mit ihrer angeschlossenen Schwimmschule war ein Überbleibsel der preußischen Garnison.

Mit dem Londoner Vertrag, der die Neutralität Luxemburgs festschrieb und die Schleifung der Festung besiegelte, begann gewissermaßen auch die Geschichte der luxemburgischen Freibäder. Die „Schwemm“ im Biisserwee öffnete 1868 ihre Tore für das Publikum. 50 Jahre lang, bis 1918, konnte die Bevölkerung hier unter der Aufsicht der Mitglieder der Luxemburger Armee (Foto) schwimmen lernen. Mit der rustikalen Naturnähe von einst haben die modernen Fun-Bäder-Landschaften von heute kaum noch etwas gemein. Außer vielleicht dem Umstand, dass ein Sprung ins prickelnde Nass heute wie damals wunderbar erfrischt.





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