
| „Këschte“ gibt es in allen Größen und Formaten. Sie sind aus Holz oder
Pappe und für Transporteure und Ordnungsliebhaber ein absolutes Muss.
Manchmal aber werden die Schachteln und Kisten auch zur Maßangabe, etwa
wenn der Kunde im Laden „eng Këscht Béier“ oder „eng Këscht Fixfeier“
kauft. Wer dagegen „an enger aler Këscht“ durch die Gegend fährt oder
„an enger Këscht haust“, sollte sich überlegen, ob nicht vielleicht ein
neues Auto oder der Umzug in eine andere Wohnung ansteht.
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Allerdings
sollte er dabei den legalen Weg wählen, wenn er am Ende nicht „an der
Këscht“, also im Gefängnis, landen will. Nicht ganz so schlimm, aber
dafür weitaus schmerzhafter, ist der „Fouss bei d’Këscht“, also der
Tritt in den Hintern, den man sich beim Abkommen vom rechten Weg schon
mal einfangen kann. Auf die falsche Spur geraten kann auch, wer „eng an
der Këscht huet“ und betrunken nach Hause torkelt. Schließlich bleibt
zu hoffen, dass die Aufforderung „Lee dech an deng Këscht!“ wirklich
nur meint: „Geh ins Bett!“ und nicht „Lass dich begraben!“, denn mit
der „Këscht“ ist in der luxemburgischen Umgangssprache nicht nur das
Bett, sondern eben auch der Sarg gemeint. Und so hat die Feststellung
„Si hunn d’Këscht iwwert him zougemat“ etwas sehr Endgültiges.
Anne Schmit