TV-Guide   Kontakt Abonnement Links  
Home > Artikel > Exklusiv > Raymond Behms Reisebericht vom 8. Juni 2010 >
Magazin
telecran aktuel
 Cinécran  De Lëtzebuerger Comic  Das Télécran-Rezept  Warum ...  Mettys Flimmerkiste  Gewinnspiele/Auflösungen  Radio  Weine/Vins
  Exklusiv
Raymond Behms Reisebericht vom 8. Juni 2010


Bisher sei alles nach Plan verlaufen, berichtet Behm, der sich derzeit im Iran aufhält. Nur mit einem hatte er gleich zu Beginn der Reise nicht gerechnet: „Es regnete ziemlich viel auf dem Weg von Luxemburg nach Venedig. Nachdem ich ja mit dem Motorrad unterwegs war, musste ich mir gleich am zweiten Tag wärmere Kleidung zulegen. Ansonsten war die Fahrt das reinste Vergnügen.“ In Venedig wurde er von seiner Ehefrau und von Freunden erwartet, die ihn auf der Schifffahrt nach Istanbul begleiteten. Ab dann war Behm wie geplant mit seinem schon vorher dort abgestellten VW Golf allein unterwegs.
Da sich der Abenteurer schon im Voraus viele Kontakte über Internet aufgebaut hat, gab es bisher keine großen Probleme, Leute kennen zu lernen. „In der türkischen Stadt Trabzon bin ich zum Beispiel in einer Schule zu einer Englisch-Stunde eingeladen worden. Aus dem Sprachenunterricht wurde dann zwar ein Geografie-Kurs, denn ich habe den Kindern von meiner Reise erzählt. Aber das Interesse war sehr groß“, erzählt Behm.
Im Kaukasus gab es für den Reisenden erste Probleme mit seiner Route. „Ich musste über Georgien fahren, da die Grenze zwischen Aserbaidschan und Armenien wegen Unruhen geschlossen war. Die Menschen sind alle sehr freundlich und nett, nur scheinen sich die Völker hier untereinander überhaupt nicht zu mögen.“
In Aserbaidschan hat Raymond Behm die ersten richtigen Cowboys in seinem Leben gesehen. „So wie man sie aus der Zigaretten-Werbung kennt!“ Beeindruckt hat ihn vor allem die Hauptstadt Baku. „Die ganze Altstadt wird derzeit vom Staat restauriert. Es wird praktisch eine ganz neue Stadt errichtet.“ Die Kehrseite in diesem Land: die Korruption. „Ich hatte Kontakte zu Cargolux-Mitarbeitern in Baku.
Die haben mir geraten, einfach nie zu bezahlen, wenn ich auf Polizisten treffe. Das ist natürlich leichter gesagt als getan“, erzählt Behm. Zehn Mal wurde er von der aserbaidschanischen Polizei angehalten. „Anfangs behaupteten die Beamten noch, ich sei zu schnell, oder über die weiße Linie gefahren. Danach wurden die Gründe immer absurder. Einmal sollte ich bezahlen, weil ich getönte Fenster habe. Irgendwann habe ich dann tatsächlich angefangen zu diskutieren und mich zu weigern, Geld hinzublättern. Das hat tatsächlich geklappt. Der Beamte wollte dann zwar meine Brille haben, aber nach einer weiteren Diskussion war auch dieses Thema vom Tisch.“
Am meisten hat den Abenteurer bisher Armenien beeindruckt. „Es ist ein kolossal schönes Land. Man fühlt sich in einer anderen Welt, wenn man ins Land hinein kommt. Die Landschaft erinnert an die Schweiz und die Menschen sind ein unglaublich stolzes Land. Ich habe mich hier gleich sehr wohl gefühlt, vielleicht weil es ein christliches Land ist. Jedenfalls ist es ganz anders als seine Nachbarländer. Und haben Sie gewusst, dass die Sängerin Cher Armenierin ist? Ich nicht.“
In einem weniger guten Zustand befindet sich mittlerweile das Auto des Reisenden: Auf den schlechten Straßen zwischen Georgien und Armenien hat es einige Schäden erlitten. Doch bisher hat es sich als zuverlässigen Weggefährten erwiesen, der Behm immerhin bereits bis nach Teheran gebracht hat. Doch über die Erlebnisse in Iran erzählt er erst, wenn er das Land wieder verlassen hat…






Zur Sicherheits zwecken tragen Sie den unten bestehenden Code in das Kästchen ein




Wenn Sie den Code nicht lesen könnnen, klicken Sie hier um einen neuen Code zu erstellen.

  Suche
   
  Fotogalerie
  Film der Woche

Diese Woche :
  Albert Nobbs
Die letzten Quoten
  Ihre Meinung 
echmengendatt
@
telecran.lu


Ihr Leserbrief an die Redaktion


© saint-paul luxembourg | Created by eleven