 | Früh in der Geschichte der Menschheit entwickelte sich ein Gefühl für
Zeit. Das äußerte sich darin, dass Apparate konstruiert wurden, die die
Zeit sichtbar machten. Vor rund 5000 Jahren bauten die Ägypter erste
Sonnenuhren. Auch in China und Indien wurde kräftig daran gewerkelt.
Anfangs waren diese Uhren simple Konstruktionen, die nur aus einem
Stock bestanden, den man in den Boden steckte.
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Doch über die Jahre
verbesserten sich die Ausführungen. Das Prinzip blieb bis heute
dasselbe. Der Verlauf der Sonne bestimmt
die Position des Schattens, den der Stab wirft. Auf diese Weise lässt
sich die Tageszeit ablesen. Da Ägypten, China und Indien auf der
nördlichen Halbkugel liegen, bewegt sich die Sonne von Osten über Süden
nach Westen. Dementsprechend verläuft der Schatten. Dieser Verlauf
gleicht einem Pendel, das von rechts nach links schwingt. Im
Mittelalter wollten einige Mönche die Zeit jedoch unabhängig von der
Sonne ablesen können. Also entwarfen sie mechanische Uhren mit
Ziffernblatt. Da die Menschen es von den Sonnenuhren so gewohnt waren,
ließ man den Zeiger rechts herum drehen. So entstand der Uhrzeigersinn.
Hätte ein Erfinder auf der Südhalbkugel zuerst die Idee zu einer
mechanischen Uhr gehabt, würde sich der Zeiger vielleicht links herum
drehen. Schließlich verläuft der Schatten einer Sonnenuhr dort genau
anders herum.