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… wir erröten, wenn uns etwas peinlich ist


Wer kennt das nicht: In der Schule, im Beruf oder vor Freunden soll jemand etwas sagen und wird vor Aufregung plötzlich rot im Gesicht. Ein deutliches Anzeichen, dass die Person gerade nervös ist oder etwas Unangenehmes tut. Bei anderen reicht schon der bloße Gedanke daran rot zu werden, um die Farbe ins Gesicht zu treiben. Dabei gibt es keinen Grund sich zu schämen. Wie häufig und wie stark dieser Effekt auftritt, ist  – wie so oft – Veranlagung.
Bei einem gesunden Menschen ist das rötliche Gesicht Teil eines ganz normalen Abwehrmechanismus‘ des Körpers. Sobald wir uns in eine unangenehme, peinliche oder gefährliche Situation begeben, sendet das Gehirn Hormone aus. Diese erhöhen den Blutdruck und machen uns sowohl reaktionsfähiger, als auch aufnahmebereiter. Das Herz erhöht die Taktfrequenz und treibt mehr Blut in den Kopf. Eine Reaktion, die auf die frühen Tage der Menschheit zurückgeht. Da die Blutbahnen im Gesicht sehr zahlreich sind und dicht unter der Haut verlaufen, ist das zusätzliche Blut deutlich sichtbar für jedermann. Der Effekt lässt sich zwar nicht abstellen, doch können bestimmte Situationen trainiert werden. Die beste Art ist offen damit umzugehen. Sollte jemand leicht provozierend fragen: „Wirst du etwa rot im Gesicht?“ hilft eine lockere Antwort wie: „Ich schaff’ es leider nie grün zu werden.“
Matthias Probst







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