Das Domaine viticole Laurent & Rita Kox aus Remich engagiert sich, bei der Herstellung seiner Weine künftig noch bewusster auf Umweltkriterien zu achten und dabei vor allem die Entwicklung des Kohlendioxids zu reduzieren mit dem Ziel, einmal schadstoffneutral arbeiten zu können. Zu den weiteren umweltfreundlichen Maßnahmen gehört auch eine Wasseraufbereitungsanlage. Die Winzerfamilie setzt auch auf den Oenotourismus mit Kellerbesichtigung, Verkostung und einem Winzermenü. Bislang konnten die Kox rund 600 Interessierte empfangen.
Der Jahrgang 2009 war natürlich auch bei Kox ein sehr großer. So besticht z.B. unter den exzellenten Pinots gris der trocken ausgebaute Remich Fels hervor: fruchtig, tiefgründig, mit langem Abgang – dass er nur drei Gramm Restzucker besitzt, merkt man ihm nicht an. Sehr unterschiedlich sind die 2009-er Rieslinge Primerberg (exotische Aromen) und Kolteschberg (floral und würzig). Die beiden 2008-er Charta-Weine von Laurent Kox zeigen jetzt ihr ganzes Potenzial (siehe Weintipp), während der nach Bio-Maßstäben gewachsene Auxerrois durch seine feine Aromatik besticht. Und für das 20. Jubiläum des Crémants wird Laurent Kox neben seinen verschiedenen Cuvées 2011 auch eine Sondercuvée anbieten.
Laurent Kox war dabei, als 1991 der Crémant aus der Taufe gehoben wurde, und auch beim Saint-Laurent und bei der 2007 eingeführten Privatwinzer-Charta war der Winzer aus Remich mit von der Partie. Im zweiten Charta-Jahrgang produzierte er zwei Cuvées, die er unter dem Label „Privilège“ anbietet. Der Pinot blanc (7,5 Gramm Restzucker und Säure) hat sich sehr gut entwickelt und dekliniert jetzt seine reifen Apfel- und Birnennoten, mit Nuss- und Karamellaromen und einer kräftigen Säure. Der Charta-Gewürztraminer ist ein ganz großer seines Jahrgangs: Bei der Télécran-Verkostung Ende Oktober 2009 platzierte er sich auf den fünften Rang unter 123 Weinen. Aromen nach Rose, Flieder und Litschi füllen das Glas; herrliche Tannine, viel Schmelz und eine filigrane Säure verleihen diesem eleganten Traminer Gehalt und Struktur. Mit seinen 12 Gramm Restzucker ist dieser Traminer schon fast trocken. Die Charta-Weine haben aber nicht zuletzt wegen der niedrigen Erträge ihren Preis: 13,75 bzw. 16,25 Euro.