... einem beim Sitzen gegen die Fahrtrichtung schlecht wird
 | Wer schon mal mit dem Zug gefahren ist, kennt bestimmt folgende Bitte:
„Könnten sie vielleicht mit mir den Platz tauschen? Mir wird immer
schlecht, wenn ich gegen die Fahrtrichtung sitze.“ Was manche für bloße
Einbildung halten, ist jedoch ein wissenschaftlich belegtes Phänomen.
Das Ganze hängt mit unserem Gleichgewichtssinn zusammen. Das dafür
zuständige kleine Organ sitzt beim Menschen im Ohr.
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Es „misst“ die jeweilige Lage des Körpers und gibt die Information an
das Gehirn weiter. Zusammen mit den visuellen Eindrücken, die das Auge
vermittelt, bekommt unser Verstand Auskunft darüber, ob wir gerade
liegen, laufen oder kopfüber irgendwo klettern. Zug fahren kann unser Hirn allerdings durcheinander bringen. Das
Gleichgewichtsorgan gibt eine geringe Bewegung an, weil wir sitzen. Die
Augen, die die vorbeiziehende Landschaft sehen, melden eine schnelle
Fortbewegung. Durch das „falsche“ Sitzen gegen die Fahrtrichtung
verstärkt sich der Effekt, da wir jetzt nicht mehr sehen wohin die
Reise geht. Letztlich kann es zu Schwindelanfällen kommen. Das Gleiche
geschieht übrigens auch, wenn wir versuchen beim Auto fahren ein Buch
zu lesen. Ein Tipp: Kaugummi kauen „beschäftigt“ das
Gleichgewichtsorgan und kann den Effekt der Übelkeit vermindern.