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einen längeren Zeitraum wird es wohl jedem so ergehen: Auf dem Kopf
ergrauen die Haare oder sie fallen völlig aus. Alles Anzeichen, dass
man nicht mehr zu den Jüngsten gehört. Schuld daran hat ein bestimmtes
Molekül beziehungsweise dessen Abwesenheit. Nach unserer Geburt ist das
Melanin im Körper für verschiedene äußerliche Färbungen zuständig.
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Die
molekulare Verbindung gibt unseren Augen, unserer Haut und letztlich
auch den Haaren eine entsprechende Colorierung. Neben dem Melanin produziert der menschliche Körper Wasserstoffperoxid,
dies allerdings nur in geringen Mengen. Enzyme sind damit beschäftigt,
dieses in seine Grundbestandteile – Wasser und Sauer-stoff – zu
zerlegen. Werden wir älter, kommt der Organismus nicht mehr mit dem
Abbau des Stoffes nach. Zu viel Wasserstoffperoxid verhindert die
Produktion unseres natürlichen Farbkastens Melanin. Als Folge ergrauen
die Haare, die Augen werden trüber und die Haut bekommt eine leicht
gräuliche Färbung. Gelingt es Wissenschaftlern in Zukunft, das
Wasserstoffperoxid in den Griff zu bekommen, könnten graue Haare bald
der Vergangenheit angehören…
Matthias Probst