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Hat sich eine Fliege einmal im Netz verfangen, gibt es in den meisten
Fällen kein Entkommen mehr. Schnell schießt die Spinne aus ihrem
Versteck und fällt über ihre Beute her. Gerade da stellt sich die
Frage, wie es der kleine Fallensteller schafft, nicht selbst hängen zu
bleiben. Die Antwort liegt in der Machart des Netzes. Baut eine Spinne
ihre Falle auf, so verwendet sie mehrere Fäden für die Produktion.
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Je
nach Verwendungszweck unterscheidet sich die Seide, die die Spinnen
in ihren Spinndrüsen herstellt nach Fadendicke, chemischer
Zusammensetzung und Struktur. Sieben verschiedene Spinndrüsen
produzieren diese unterschiedlichen Fadentypen. Manche Spinnen haben
alle, andere nur einige der speziellen Spinndrüsen. Das Grundgerüst des
Netzes ist immer aus nicht klebenden Strängen gebaut. Erst am Ende webt
die Spinne den Klebfaden spiralförmig auf dieses Gerüst. Wenn sich der
Achtbeiner dann über das Netz bewegt, nutzt er nur die nicht klebenden
Fäden, um nicht selbst als Opfer zu enden.
Matthias Probst