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... wir auf der rechten Seite fahren



Irgendwann in früher Vorzeit fing der Mensch an sich über die Kontinente auszubreiten. Anfangs noch zu Fuß unterwegs, kamen bald unterstützende Transportmittel hinzu. Wie zum Beispiel das Boot. Da der größte Teil der Menschen rechtshändig war und auch heute noch ist, steuerte man schon seinerzeit das Wassergefährt auf der rechten Seite eines Flusses.
So war es leichter, mit Hilfe eines Stockes, der in der rechten Hand gehalten wurde, Abstand vom Ufer zu halten. Heute herrscht auf Wasserstrassen weltweit Rechtsverkehr. An Land verlief die Entwicklung allerdings ein wenig anders. Während der großen Völkerwanderungen zogen wir vorzugsweise auf der linken Seite des Weges durch die Lande. Das hatte den Vorteil, Entgegenkommende mit der rechten Hand begrüßen zu können oder, je nach dem, mit dem auf der linken Seite hängenden Schwert eins überzubraten. Pferde wurden von links aufgesattelt, um sich nicht mit dem eigenen Schwert zu verletzen. Mit der Erfindung von Pferdegespannen kam erstmals eine Veränderung. Wer vier oder mehr Pferde vor seine Kutsche spannte, saß meist auf dem letzten Pferd links. Um die Straße besser überblicken zu können, bewegte sich der Reiter auf der rechten Straßenseite. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts führte die französische Regierung unter dem Revolutionär Robespierre den Rechtsverkehr ein.

Matthias Probst







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