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  Das Télécran-Rezept
… der Norden auf Karten immer oben ist



Wenn wir eine Stadtkarte in der Hand halten, wissen wir: Norden liegt oben. Heute befindet sich der Norden auf allen offiziellen Karten am oberen Rand. Woran inzwischen jeder gewöhnt sein müsste, ist noch nicht allzu lange zur Norm geworden. Wie bei vielen Fragen, liegt die Antwort weit zurück im Altertum. Ptolemäus, der mit dem modernen Weltbild, entwarf um das Jahr 150 nach Christus einige Landkarten.
Als gebürtiger Ägypter wollte er das Wichtigste für sein Heimatland ganz oben auf der Karte haben. Da das Land der Pharaonen führend in der Seefahrt war, sahen sie das Mittelmeer als unverzichtbar an. Also kam es auf Ptolemäus Karten ganz nach oben. Somit war der Norden auf weiteren von ihm entworfenen Karten immer oben. Zwischendurch änderten die Christen diese Ausrichtung und „drehten“ die Karten nach Osten. Jetzt war Palästina oben. Daraus entwickelte sich auch der Begriff „orientieren“, wortwörtlich „sich nach Osten ausrichten“. Erst im 15. Jahrhundert brauchten Seefahrer aus aller Welt einheitliche Karten, um sich besser verständigen zu können. Letzten Endes entschied sich die Mehrheit für eine Karten-Orientierung wie sie Ptolemäus bereits eingeführt hatte. Seither wissen wir also beim Betrachten einer Karte, dass der Norden oben ist.






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