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  Warum ...
... nicht jeder „Geschéck“ hat



Mit dem „Geschéck“ ist das so eine Sache: Die einen haben es, die anderen nicht. Das Luxemburgische jedenfalls kennt „Geschéck“ gleich in mehreren Bedeutungen: einmal als Geschicklichkeit oder Geschick, als Fähigkeit also, Dinge schnell und gekonnt zu erledigen. In solchen Fällen „kënnt ëmmer alles op de Geschéck un“. Mal gelingt’s, mal auch nicht. So ist es auch im Umgang mit anderen.
„Gudde Geschéck, fir mat de Leit ëmzegoen“, hat noch nie geschadet. Dagegen hört wohl kaum einer gerne den Satz: „Du hues jo kee Geschéck!“. Das Sprichwort „Mat Geschéck fänkt een eng Méck“ bringt die Sache mit der Geschicklichkeit denn auch trefflich auf den Punkt. Manchmal kann einen das „Geschéck“ allerdings auch in Form eines mal wohl, mal weniger gnädig gesinnten Schicksals ereilen. Je nach Lage der Dinge kann man sich dann so eben noch „mat Geschéck aus der Affär zéien“ oder aber man verpasst „mat deem Geschéck säin Zuch“ und muss schauen, wo man bleibt. Denn in dem Fall muss eine andere alte luxemburgische Weisheit wörtlich genommen werden: „Wou kee Geschéck ass, ass och kee Virukommes.“ Tja, wenn man nicht weiß, wie man eine Sache richtig angeht, kann man eben auch nicht ans Ziel kommen.
Anne Schmit







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