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... Pfeile auf Autobahnschildern bei uns nach unten zeigen



Zwei Länder, zwei Pfeilrichtungen, zwei Interpretationen. Auf luxemburgischen – wie übrigens auch französischen – Schnellstrassen leiten große, blaue Schilder die Verkehrsteilnehmer in die gewünschte Richtung. Rechts und links neben den Ortsnamen finden sich meist zwei weiße Pfeile, die nach unten gerichtet sind. Sobald wir über die Grenze zu unseren deutschen Nachbarn kommen, stehen diese Pfeile allerdings auf dem Kopf oder besser gesagt: sie zeigen nach oben!
In beiden Fällen verfolgen sie dasselbe Ziel. Sie zeigen uns den schnellsten Weg zu den genannten Orten. Grund für die verschiedenen Ausrichtungen der Wegweiser ist die unterschiedliche Sichtweise der beiden Nationen. So deuten das jedenfalls die Experten der Straßenverkehrsbehörden. Während die Deutschen sich vorstellen, dass man das Schild gedanklich auf den Boden legt und die Pfeile so in Fahrtrichtung zeigen, lassen Luxemburger und Franzosen das Schild gedanklich lieber „hängen“. Die nach unten gerichteten Pfeile deuten so an, dass der Verkehrsteilnehmer nun unter dem Wegweiser durchfahren muss, um ans entsprechende Ziel zu kommen. Andere Länder, andere Sitten. Und Gedanken. Es soll uns recht sein. Hauptsache wir kommen am Ziel an.
Matthias Probst







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