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... „gescheit“ nicht immer clever ist



„Gescheit sinn“ ist an und für sich eine gute Sache. Immerhin kann Klugheit in so mancher Lebenssituation weiterhelfen. Wenn allerdings der Luxemburger das Wörtchen „gescheit“ in den Mund nimmt, bedeutet das noch lange nicht, dass er voll des Lobes für seinen Gegenüber oder dessen Taten ist. Im Gegenteil: „Wat ass dat do eng Gescheit!“ kann durchaus höchst ironisch eine Torheit kommentieren.
Der Sprecher ist sich in einem solchen Fall sicher: Bei dem, was da gerade unternommen wird, „kënnt net vill Gescheites eraus“. Zweifel an der Vernunft des Angesprochenen klingen auch dann durch, wenn er sich mit der Frage konfrontiert sieht: „Ma bass du nach gescheit?“ oder noch offenherziger mit der Feststellung: „Du bass jo net gescheit!“. Und selbst das vermeintlich nette „Du bass där Gescheiter een!“ signalisiert dem Gegenüber lediglich durch die Blume, dass er es mit seiner Schläue übertreibt. Er ist durchschaut, als „Gescheitfuuss“, als Schlauberger, der vor allem auf eins bedacht ist: auf seinen eigenen Vorteil. Einem derartigen Schlaumeier gibt der Volksmund gerne folgende Weisheit mit auf den Weg: „Och dee gescheitste Fuuss trëtt emol an d’Fal.“
Anne Schmit







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