09.02.2018 > 29.04.2018
Ausstellung
LA DERNIÈRE IMAGE

Zielpublikum : Erwachsene, Senioren

Veranstalter :

Veranstaltungsort : Stadtgalerie Saarbrücken

Straße : St Johanner Markt

Haus/ Gebäudenummer : 24

Postleitzahl : 66111

City : Saarbruecken (D) (de)

Eintrittspreis : 0 / 0

Webseite : hier klicken

Tel : +49 681 905 18 43

Email : stadtgalerie@saarbruecken.de

VERNISSAGE AM FREITAG, 9. FEBRUAR 2018, 19 UHR

In den vergangenen Jahren ist viel von der neuen Sichtbarkeit des Todes die Rede.
Massensterben, Unfalltod, Mordopfer... in den Medien wird der Tod in solchen Bildern zelebriert und zugleich verdrängt. Sie bedienen unsere Schaulust und lassen uns doch gleichgültig zurück.
In der aktuellen Kunst sind dagegen andere Tendenzen zu verzeichnen. So lenken viele zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler ihren Blick nicht auf die voyeuristischen Aspekte des Sterbens, sondern auf die alltäglichen, leisen und dennoch erbarmungslo-sen Ansichten des Todes. Es ist der unscheinbare, banale Tod, für den das einzelne Bild nicht taugt, weil er sich nicht in einem Moment erfassen lässt.
So konfrontieren uns Walter Schels (*1936 in Landshut) und Daniel Schumann (*1977 in Weimar) in ihren Foto-Serien mit ebenso persönlichen wie bewegenden Porträts von Sterben-den in einem Hospiz. Tina Ruisinger (*1969 in Stuttgart) beschäftigt sich in ihren Fotos von Erinnerungsstücken mit der Abwesenheit der Menschen, die ihre Spuren in unserem Leben hinterlassen haben. Ein weiterer Ausstellungsschwerpunkt konzentriert sich auf Rauminstallati-onen, die Todeserfahrung oder Verlust körperlich erfahrbar machen, wie Ben Goossens (*1982 in München) überwältigende Video-Installation „Lucid Liquid“ oder Simon Schuberts (*1976 in Köln) gefaltete Räume der Leere. Auch die wegen ihrer künstlerischen Radikalität international gefeierte Mexikanerin Teresa Margolles (* 1963 in Culiacán, Mexiko) setzt uns in ihren extrem reduzierten Soundinstallationen und Videos der Begegnung mit dem Tod aus. Andres Serrano (*1950 in New York, USA) widmet sich in seiner Foto-Serie „The Morgue“ (das Leichen-schauhaus) der Unerbittlichkeit des alltäglichen Sterbens, während der Japaner Yamanaka Manabu (*1959 in Hyogo, Japan) sich den frühesten und letzten Stadien des Lebens zuwendet. Eine weitere Berührung mit der japanischen Kultur und ihrem Umgang mit dem Tod zeigt eine Installation, die von der Japanerin Chiharu Shiota (*1972 in Osaka, Japan) speziell für diese Ausstellung entwickelt wurde. Die in ihr angelegte enge Verbundenheit von Leben und Tod vermittelt sich auch in den Video-Arbeiten der Thailänderin Araya Rasdjarmrearnsook (*1957 in Thailand). Es sind „Gespräche“ mit den Toten – Performances um eine Beziehung, die über den Tod hinausweist.
Zur Ausstellung wird es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Fil-men und Gesprächen geben, das separat veröffentlicht wird.

Filmtipps des Tages
Les Lyonnais auf CLUB RTL um 20:00
Joséphine s'arrondit auf LA UNE um 20:30
Out of Time auf RTL 9 um 20:40
L'Empire du Soleil auf TCM CINEMA um 20:45
Cloud Atlas auf ARTE um 20:50
Iron Man 3 auf M6 um 21:00